Bloß nicht auf die Texte hören.

Mein Mann hörte letztens ein Lied im Radio, das ihm gefiel.

Also machten wir uns auf dem Weg zum CD-Verleih unseres Vertrauens und liehen ein Album der Band aus, um es dann schnurstracks auf unseren PC zu überspielen. Nachdem das getan war, hörten wir uns zusammen die Lieder an. Leider mussten wir sehr schnell feststellen, dass diese Band vielleicht nicht auf Englisch singen sollte.

Perlen:

„First bump! How many happy?“

„Hand like a seaweed“

„Inthe from dusk till dawn“

Was? Meinem Mann hat es ein wenig den Spaß an der Musik genommen.

Dass japanische Bands ein paar Wörter Englisch in ihre Texte einbringen ist nichts neues, aber man sollte sich zumindest bemühen. Die Jungs haben bestimmt einen Freund, der wirklich gut Englisch spricht. Oder vielleicht kennt ihre Plattenfirma jemanden?

Ich höre dann mal weiter Hoshino Gen (星野源). Der haut immerhin nur einzelne englische Wörter in seine Songtexte. 😉

(Leider gibt es Hoshino Gen auf YouTube meist nur mit nervigen Unterbrechungen…)

Welche Lieder hat euch das Lesen der Texte versaut? 😀

8 Gedanken zu “Bloß nicht auf die Texte hören.

  1. gerritjanappel schreibt:

    Ich habe mal eine Zeit lang von britischen und amerikanischen Stars der 60er selbst in japanischer Sprache gesungene Coverversionen ihrer größen Hits gesammelt, also z. B. „Tell him“, das von Alma Cogan als „Itte kudes“ aufgenommen wurde, oder „Schöner fremder Mann“, das Connie Francis selbst als „Yume no date“ eingesungen hat.

    Die fand ich auch ganz toll. Gruselig waren für mich immer nur die Lieder, in denen sich einige Zeilen des Originals offenbar nicht wirklich ins Japanische übersetzen ließen, so dass man bspw. in einem ansonsten komplett japanisch gesungenen Lied dann statt des örtlichen Äquivalents zu „Baby’s first Christmas“ wiederholt eine Zeile wie „Mosuko first Christmas“ hörte…

    (Keine Ahnung übrigens, ob die japanischen Titel richtig geschrieben sind – so standen sie jedenfalls auf den Schallplatten).

  2. Gunilla schreibt:

    Hmmm…. ich bin da eigentlich ganz offen, was Texte in Songs betrifft, manchmal nutzen Musiker ja auch gerne mal einige ausländische Begriffe, weil sie einfach finden, das es cool klingt 😉 solange sie und ihre Zuhörer damit zufrieden sind…
    ich fand es früher immer lustig, wenn mir Freunde sagten, wieviel besser die Texte auf Englisch im Vergleich zu deutschen Songs wären, daraufhin hatte ich teilweise die Texte für sie übersetzt um zu zeigen das die größtenteils nicht besser sind – aber auch da galt für mich immer, wenn meine Freunde mit der Musik glücklich sind… so what 😉

    Was ich jetzt aber wirklich an deinem Bericht interessant finde – es gibt CD Verleihe? Wo man sich die CDs ausleihen und überspielen kann? Ich meine, bei den CD Preisen in Japan kann ich es ja sogar verstehen, finde es nur trotzdem ungewöhnlich, das es in einer Zeit, in der es dem Musikmarkt nicht mehr so gut geht von den Seiten der Label her zulässig ist.
    Streaming hat sich in Japan also noch nicht so durchgesetzt?

    • Claudia schreibt:

      Streaming gibt es in Japan natürlich auch, aber die meisten Leute kaufen sich noch immer CDs. Weil CDs aber super teuer sind, leiht man sie sich halt. Was die Plattenfirmen dazu sagen, weiß ich nicht, aber Tsutaya und Konsorten sind noch ganz gut dabei.

      Es gibt einfach Lieder, die man irgendwie nicht mehr hören will, wenn man einmal die Texte verstanden hat – ob das nun daran liegt, dass das Englisch so schlecht ist, oder halt einfach der Text an sich. 😀

    • Mona schreibt:

      Streaming gibt es in Japan, aber es ist noch nicht so verbreitet wie in Europa oder Amerika. Spotify beispielsweise ist erst seit letzten Sommer auch in Japan verfügbar. Das Angebot japanischer Sönger/innen und Bands ist daher auch noch erst am Anfang und viele Interpreten findet man (noch) nicht.

      Das Überspielen von CDsauf den PC ist ja auch mehr so eine umgehung des Kopierschutzes. Die CDs im Verleih haben meist einen Schutz gegen Kopieren (sprich brennen), aber nicht gegen Überspielen. Das ist genau wie in DE. Und da gibt’s CDs ja auch in vielen Stadtbibliotheken zu leihen. 😉

  3. Isabella schreibt:

    Mir ging es ein bisschen so mit Robin Thickes „Blurred Lines“. Ich WILL das Lied wegen dem bescheuerten Text und dem noch viel bescheuerteren Typen gar nicht gut finden. Aber manchmal wenn die ersten Takte im Radio laufen, wippe ich auf einmal fast unbewusst mit….aaargh! Das darf ich nicht zulassen, und muss dann einfach aus Prinzip umschalten. 😉

  4. tokyoleaf schreibt:

    Im Sommer war hier in Deutschland das Lied „Despacito“ ziemlich beliebt (ich weiß nicht ob du es kennst, ansonsten Google unser Freund und Helfer!) und nachdem ich über den Text gelesen habe (also übersetzt) war mir echt schlecht! Danach wollte ich das Lied auch echt meiden, das Problem ist nur, man tanzt aufgrund des Rhythmusses leider mit, auch wenn man nicht will. Zumindest ist das bei mir so ._.

  5. Shaoshi schreibt:

    Haha, das trifft auch auf chinesische Lieder zu mit dem random eingestreuten schlechten Englisch. Andererseits ist der chinesische Rest der Lieder meistens auch nicht viel sinnvoller …

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