Hokkaidô, Teil 1: Tôyako und Otaru.

Am Dienstag ging es mit JAL (Japan Airlines) zum Flughafen Neu-Chitose (CTS) in Hokkaidô. Dort angekommen wurden wir vom Autoverleih zu unserem Leihwagen gebracht und siehe da – frohe Überraschung, wir waren heraufgestuft worden und durften mit einem Toyota Allion durch die Gegend fahren, während die nervige Vier-Mann-Truppe vor uns sich in ein kleines Winzautolein zwängen musste.

Weil wir noch nicht direkt nach 小樽 (Otaru) fahren wollten, machten wir uns auf zum 洞爺湖 (Tôya-See), in dessen Umgebung der Film しあわせのパン (Shiawase no Pan) gedreht wurde. Dort konnten wir nicht nur den riesigen See bestaunen, sondern auch das Café, um das es im Film geht. Leider hatte es schon geschlossen.

Zwischendurch wandelte sich das Wetter und wurde sehr neblig, aber immerhin regnete es nicht – noch.

Als wir uns dann nämlich auf den Weg nach Otaru machten regnete es manchmal. Manchmal war es einfach nur so neblig, dass wir das Auto vor uns kaum ausmachen konnten. In Hokkaidô gibt es ein Schnellstraßennetz, komplett mit Maut, wie es in Japan üblich ist. Dort zahlt man entweder automatisch, mit einer im Auto installierten ETC-Karte, oder manuell, indem man an der Auffahrt ein Ticket zieht und bei der Abfahrt an einem Schalter Geld bezahlt. Wir hatten keine ETC-Karte im Leihwagen, mussten also immer umständlich zahlen – und bei der ersten Fahrt auf der Schnellstraße kam mir natürlich das Ticket abhanden, was bei der Abfahrt eine Suchaktion seitens der Maut-Arbeiter auslöste. Das ist uns dann aber nicht noch mal passiert…

Nach stundenlanger Fahrt nach Otaru kamen wir dort abends um acht an, total fertig, und konnten nur noch essen und schlafen. Am nächsten Morgen ging es dafür früh los, um den 小樽運河 (Otaru Unga; Otaru Kanal) zu sehen. Da Otaru eine Hafenstadt ist, war sie damals schon sehr aktiv im Handel, und viele der alten Lagerhallen am Kanal werden heute von Geschäften genutzt.

Ansonsten gab es für uns nur noch Tourismushafen zu sehen, dort wurde eine der Szenen von 探偵はBarにいる (Tantei ha Bar ni iru) gedreht. Hinein konnten wir leider nicht, dafür waren wir zu früh dran, aber es zog uns eh schon zu neuen Ufern – die leider viel regnerischer waren als Otaru.

Trivia: In Hokkaidô wird oftmals auch auf Russisch beschildert, denn der östlichste Zipfel Russlands ist nah.

2 Gedanken zu „Hokkaidô, Teil 1: Tôyako und Otaru.

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