Nach Kusatsu in die heißen Quellen.

Das letzte Wochenende war ein langes, und so machten wir uns auf den langen Weg nach Kusatsu (草津). Kusatsu ist ein Kurort nahe der japanischen Alpen, und vor allem für seine heißen Quellen bekannt. Die Quellen in Kusatsu sind schwefelhaltig und dementsprechend riecht es nach faulen Eiern. Was man nicht alles auf sich nimmt. 😉

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Nach fast vier Stunden im Auto, morgens um neun, kamen wir in Kusatsu an und begaben uns direkt zum Sai no Kawara-Park (西の河原公園). Dieser wäre ein ganz normaler Park, wenn er nicht mit heißen Quellen für Fußbäder durchsetzt wäre. 🙂 Man kann sich also die Schuhe ausziehen und die Füße wärmen.

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Das Wasser, das in Kusatsu direkt aus der Quelle kommt, ist über 90°C heiß, weswegen es entweder mit kaltem Wasser verdünnt oder anderweitig abgekühlt wird. Ansonsten würde man sich einfach die Füße verbrennen.

Wenn man ein wenig weitergeht erreicht man das Sai no Kawara Rôtenburo (西の河原露天風呂), einen kleinen Onsen. Dieser verfügt über nur zwei Bäder, eins für Frauen und eins für Männer, aber keine Waschmöglichkeit. Normalerweise muss man sich vorm Quellbesuch sauberschrubben, doch hier geht es auch ohne.

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Auf dem Weg zur nächsten Attraktion kamen wir an vielen kleinen Ständen mit Essen vorbei. Uns wurden mit Quellwasser gedämpfte Manjû geradezu aufgezwungen, zum Probieren. 😀 Letztendlich hat mein Mann auch eine Packung Manjû für seineFreunde als Souvenir gekauft. Alles, was mir von den Manjû blieb, ist der Appetit auf sie, wenn ich darüber schreibe.

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Die bekannteste Sehenswürdigkeit Kusatsus ist Yubatake (湯畑; Heißwasserfeld). Das Wasser aus den Quellen wird dort über eine längere Strecke an der Luft vorbeigeleitet um es zu kühlen.

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Eine andere Form des Abkühlens ist das Yumomi (湯もみ), bei dem das heiße Wasser mit langen Bretten umgewälzt wird, um auch hier möglichst viel an die kalte Luft zu bekommen. Inzwischen macht man das freilich nicht mehr, aber die Tradition kann man sich dennoch anschauen. Wir waren im Netsu no Yu (熱の湯), einst ein öffentliches Bad, heute eine Art kleines Theater mit heißem Wasser. Man sieht dabei nicht nur das Wasserwälzen, sondern auch Tänze. Einige glückliche Besucher konnten sich auch selbst am Wasserwälzen probieren.

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Leider hatten wir am Nachmittag noch einen anderen Termin, weswegen wir nicht so viel Zeit in Kusatsu verbringen konnten. Aber wir werden uns an einem anderen Datum noch einmal dorthin bewegen und eine Nacht dort verbringen. 🙂

6 Gedanken zu „Nach Kusatsu in die heißen Quellen.

      • In Reykjavík werden so soweit ich weiß im Winter die Straßen eisfrei gehalten, einfach nur weil so viel heißes Wasser da ist, das man sich das „gönnen kann“. Sowas mag ich auch im Vorgarten!! 😉

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