Kurz raus: Kamakura.

kamakura

Einen Tag vor dem Beginn der Feiertage fuhren wir zu fünft nach Kamakura (鎌倉), einem sehr beliebten Ausflugsziel in der Nähe von Tokyo und Yokohama. Dummerweise hatten außer uns noch viele andere Leute dieselbe fantastische Idee. Es war also recht voll, aber trotzdem schön.

tsurugaokahachimangu

Unser erster Halt war am Tsurugaoka Hachimangû (鶴岡八幡宮), einem vergleichsweise großen Schrein. Ich persönlich mag ihn wirklich gern, obwohl es im Schrein selbst nicht viel zu sehen gibt – die Strecke bis dorthin ist einfach schön. Erst läuft man durch eine von Läden gesäumte Straße, dann auf dem Schreingelände noch ein wenig, dann die Treppe hoch… Für Lauffaule gibt es auch einen Bus, der ist aber meist hoffnungslos überfüllt und so weit ist es nun auch nicht.

risu

Auf dem Weg zum nächsten Ort, trafen wir auf zwei furchtlose Eichhörnchen. Das Hörnchen auf dem Foto sieht etwas anders aus, als was man aus Deutschland kennt, oder? 🙂 Wir bekamen eine richtige kleine Show geboten, bevor sie sich wieder in den Park verkrümelten.

Der Park gehört zum Schreingelände, genau wie auch ein Kindergarten. Dass an einem Schrein oder einem Tempel ein Kindergarten dran ist, ist übrigens gar nicht so selten.

kamakura park

Weil wir noch zwei Tempel weiter östlich ansehen wollten, liefen wir etwa eineinhalb Kilometer an einer ziemlich befahrenen Straße mit recht schmalen Gehwegen entlang.

kamakura matcha wagashi

Am Ende des langen Weges, am Jômyô-Tempel (浄妙寺) angekommen, verschnauften wir im dortigen Teehaus mit japanischen Süßigkeiten und Matcha. 🙂

In nur kurzer Laufentfernung befindet sich der Hôkoku-Tempel (報国寺), der für seinen Bambuswald bekannt ist. Man muss zwar Eintritt bezahlen, aber ich finde, das Bambuswäldchen ist das wert.

bambuswald

blaetter kamakura

Da sich die nächsten Orte, die wir uns ansehen wollten, am anderen Zipfel der Stadt befinden, ging es erst einmal zurück zum Bahnhof. Auf dem Weg verspachtelte jeder von uns ein Eis, eine Praxis, die ich immer gutheißen kann. 😉

enoden

Vom Bahnhof Kamakura aus fährt die Enoden (江ノ電), eine Art Straßenbahn. An dem Tag, an dem wir in Kamakura waren, war sie natürlich sehr voll, aber sie ist auch wirklich sehr praktisch, wenn man von Kamakura an den Strand oder gar auf die Insel Enoshima (江ノ島) fahren möchte. In Enoshima war ich seit inzwischen neun Jahren nicht mehr…

In der Bahn saß vor mir eine junge Frau mit einer Pentax-Kamera, die mit ihrem Freund über meine Pentax-Kamera tuschelte. Die Pentax-Community ist so klein, da fühlt man sich direkt verbunden. 😉 Außerdem sieht meine Kamera derzeit wirklich ziemlich spannend aus: Das Gehäuse der K-70 ist zwar schwarz, aber ich nutze noch immer das Standardobjektiv meiner weißen K-r. Es ist also eine schwarze Kamera mit weißem Objektiv und natürlich schwarzer Streulichtblende – ein Zebra quasi.

daibutsu

Natürlich kann man nicht nach Kamakura fahren, ohne den großen Buddha (大仏 Daibutsu) zu sehen. 🙂 Der steht in der Nähe der Station Hase (長谷), obwohl, eigentlich sitzt er. Wie lange er schon dort sitzt, weiß keiner so genau, aber wahrscheinlich seit dem 13. Jahrhundert. Man kann ihn tatsächlich auch von innen besichtigen, wir haben aber darauf verzichtet.

kamakura hakama

Wenn man vom sitzenden Buddha ein wenig läuft, ist man nach kurzer Zeit am Hase-Tempel (長谷寺). Dort mussten wir wieder Eintritt bezahlen, dafür ist die Tempelanlage aber auch recht groß, und einen schönen Ausblick aufs Meer hatten wir auch.

kamakura ausblick

Vom Meer ganz fasziniert, machten wir uns auf den Weg dorthin. Als wir in Kamakura waren, war es noch nicht so warm, aber im Sommer sind die Strände Gerüchten zufolge ziemlich voll. Wir hatten genug Platz, um die Beatles zu kopieren. 😉

strandbeatles

© Papa

Und das war unser Tag in Kamakura vor mehr als drei Wochen.

Im Jetzt kränkle ich wieder etwas vor mich hin, weswegen es derzeit mit den Blogeinträgen nicht so läuft, wie es soll. Habt Nachsicht und so. 😉

4 Gedanken zu „Kurz raus: Kamakura.

  1. Hach, wenn ich so schöne Fotos von Kamakura sehe, könnte ich mir immer wieder dafür in den Hintern beißen, dass ich nicht dort war, als ich die Gelegenheit gehabt hätte… ^^
    Ihr hattet ja wirklich traumhaftes Wetter! Richtig sommerlich 🙂
    Und das letzte Foto ist super, haha 🙂
    Gute Besserung, ruh dich schön aus!

  2. Pingback: Japan ist doch nicht ganz so doof. | 8900 km. Berlin ⇔ 東京

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