Japanische Gesichtspflege.

Erst einmal ein Geständnis: Ich habe mich nie sonderlich um meine Haut gekümmert. Im Winter mal ein bisschen Lotion, manchmal ein bisschen Peeling, manchmal ein bisschen Cleanser.* Wenn es mir einfällt, benutze ich sogar mal eine Maske. Ja, das ist eines dieser Privilegien, wenn man höchstens mal mit hormonell bedingter Akne zu kämpfen hat, sonst aber recht sorgenfrei ist.

* Vorsicht, viel Englisch in diesem Eintrag.

Seit unserem Umzug zickt meine Haut aber herum. Dass das wirklich etwas mit dem Wohnungswechsel zu tun hat, glaube ich um ehrlich zu sein nicht, aber es ist super nervig: Trockene Haut, dann fettige Haut, dann Pickel, dann rote Stellen. Wie unglaublich anstrengend. Wenn mein Mann mir sagt, dass das alles gar nicht so schlimm sei, hilft das auch nicht wirklich.

Also habe ich beschlossen, mir eine Hautpflegeroutine anzuschaffen. Das ist gar nicht so einfach, wenn man absolut keinen Plan hat, aber glücklicherweise gibt es im Internet recht viele Informationen zu dem Thema – auch spezialisiert auf asiatische Kosmetik.

In Sachen Kosmetik ist Korea uns in Japan zwar weit voraus, aber wenn Leute aus dem Westen sich extra japanische Kosmetik importieren lassen, kann die so schlecht nicht sein. Denke ich mir mal. 😉 Selbst wenn die koreanische Kosmetik doch viel besser sein sollte: Für solche Fälle haben wir Shinôkubo, unser Korea Town. Eine liebe Mitarbeiterin, die mir aus Korea immer etwas mitbringt, habe ich auch.

Was ich ich im Internet gelesen habe, war, dass man mit vier Produkten anfangen sollte: Einem Cleansing Oil, einem Foam Cleanser, einer Lotion und einem Sonnenschutz. Gesagt getan, nachdem ich einige Bewertungen zu Produkten durchgelesen hatte, machte ich mich auf den Weg zur nächsten Drogerie und kaufte ein. In dem Foto oben ist es auch dabei. 🙂 Dort sind übrigens alle Gesichtspflegeprodukte abgebildet, die ich zuhause so habe. Im Moment verwende ich wirklich nur fünf davon regelmäßig.

Ganz ehrlich, mich nervt es schon, jeden Abend zehn Minuten lang Gesichtspflege zu betreiben. Meist habe ich dabei mein Handy auf der Waschmaschine liegen und höre bei YouTube-Videos zu. Ich hoffe aber, dass es etwas bringt, und meine Haut sich wieder ein wenig beruhigt. Sich darum mehr zu kümmern, wird schon nicht so schlecht sein.

Habt ihr den kompletten Durchblick, was Gesichtspflege angeht oder seid ihr eher wie ich? 😉

19 Gedanken zu „Japanische Gesichtspflege.

  1. Oh da sprichst du mir aus der Seele….seit dem in Tokyo lebe (Nov) spinnt meine Haut komplett…da sind alle pubertären Hautprobleme vergessen… auf welchen (englischen) Seiten hast du dich denn da informiert? Da habe ich bis jetzt leider nichts gefunden oder nur unbezahlbare Kosmetik…

  2. Auch wenn ich da nicht wirklich mitreden kann, weiss ich von meiner Frau, dass sie auf Dr. Ci:Labo schwört (http://www.ci-labo.com/)
    Und als „neutraler aeusserer Beobachter“ kann ich das eigentlich nur bestaetigen.
    Die Produkte sind nicht ganz billig, eher im oberen Preissegment angesiedelt, aber wenn wir in Japan sind, wird immer die ganze Palette „rauf und runter“ fuer die naechsten 10-12 Monate gekauft [hat beim Zoll bei der Einreise schon Erklaerungsbedarf dazu gegeben ;-)) ].
    Sicherlich gibt es Unterschiede bei asiatischen und europäischen Hauttypen, und wenn ich es richtig verstehe, zielt Ci:Labo vor allem auf die asiatischen Kundinnen ab (habe auch schon in Singapore und HongKong die Produkte gesehen, aber noch nie in Deutschland), aber vielleicht ist es ja auch bei Dir mal einen Versuch wert.
    Gruesse
    Olaf

    • Haha, es gibt vor allem auch unter Menschen des selben Ursprungslandes verschiedene Hauttypen. 😅 Leider funktioniert nicht für alle alles gleich gut, deswegen müsste ich es wirklich erst einmal probieren.

  3. es gibt die sogenannte „hausfrauenkrankheit“ nicht nur an den händen sondern auch im gesicht! an den händen wird dieser hautausschlag vorallem durch ein zuviel an putzmittel, seife etc. ausgelöst, im gesicht durch ein zuviel an pflegeprodukten, kosmetikern etc.

    ich versuche deshalb so wenig verschiedene produkte wie möglich zu verwenden und bei echten problemen geh ich zum hautarzt!

  4. Ich verwende kaum mehr was. Erstens ist es laestig und zweitens hatte ich nie das Gefuehl, dass meine Haut besser wird, wenn ich irgendwelchen tollen Pflegeprodukte verwende. Letztes Jahr habe ich das hier gelesen https://www.global2000.at/sites/global/files/Der%20GLOBAL%202000%20Kosmetikcheck%20-%20Hintergrundpapier.pdf und seitdem ist mir die Lust auf solche Produkte gruendlich vergangen. Ich nehme nur mehr Olivenoelseife zum Waschen und Kokosnussoel zum Eincremen.

  5. Vielleicht hängt es doch mit dem Wohnungswechsel zusammen. Ich denke, beim Umbau werden viele Dinge mit Lösungsmitteln verwendet. Die dünsten dann über längere Zeit aus und frau kann darauf reagieren.
    Grüße
    julia

  6. Hallo Claudia,

    ich glaube nicht, dass die Pflege was bringt… habe jahrelang herumexperimentiert ohne jegliche Besserung. Dann habe ich die Pflege komplett weggelassen und siehe da – es ist nicht schlechter geworden, zeitweise sogar besser! Eine Ex-Kollegin von mir hat immer sauteure koreanische Pflegeprodukte bestellt – ihre Haut blieb trotzdem ganz schlecht…

    Ich kann mir indes sehr gut vorstellen, dass deine Hautprobleme mit dem Umzug zu tun haben. Ich habe auch bei räumlichen Wechseln, anderem Leitungswasser etc. ( also vor allem im Urlaub) immer Hautprobleme. Unsere Umwelt beeinflusst uns viel stärker als wir glauben!

    Mein Tipp wäre, die Pflegeprodukte wegzulassen und stattdessen zu überlegen, was in der Wohnung anders ist als in der alten und ob man das verändern könnte…

    Viel Erfolg!
    LG, Heike

    • Das einzige, was tatsächlich anders sein könnte, ist tatsächlich das Wasser – die Leitungen sind einfach älter.
      Ich habe vorher kaum Pflegeprodukte benutzt, und nichts täglich, es liegt also an keinem Zuviel an Zeug. 🙂

  7. Die Produkte, die ich nutze, lassen sich an einer Hand abzählen. Abends eine Waschcreme speziell zum Abschminken (Nivea, dieses Zeug für in der Dusche), morgens ein Waschgel für Mischhaut und ne Feuchtigkeitscreme mit Lichtschutzfaktor. Und ich benutze kein Makeup sondern nen Abdeckstift und Puder, da ich in der Drogerie nichts in meinem ziemlich hellen Hautton finde, ich bin zu geizig für teurere Produkte. Wenn ich nicht geschminkt bin, nehme ich statt der Waschcreme ein Gesichtswasser. Okay, sind doch sechs Produkte geworden 😉

  8. Man weiß nie genau, woran es liegt, dass die Haut sich plötzlich verändert.
    Ich hatte immer ziemlich gute Haut. Aber kurz nachdem ich Japan verlassen hatte, wurde meine Haut schelcht. Hatte immer trockene Haut, auf einmal habe ich Mischhaut und ständig Pickel und das mit Mitte 30! Vermutlich sind es die Hormone, die sich halt jetzt ab Mitte 30 dann doch verändert haben …

    Ich hatte früher eine sehr „einfache“ Routine bestehend aus Gesichtsmilch oder Waschschaum, Gesichtswasser und Gsichtscreme. Mehr nicht.
    In den letzten Jahren in Japan hab ich dann die Double Cleansing Methode für mich entdeckt und verwende auch ab und zu (1-2 x Woche) ein Peeling, eine Maske usw.
    Dabei probiere ich auch immer mal wieder unterschiedliche Produkte. Seit ca. 1,5 Jahren verwende ich für die Tagescreme Dr. Hauschka Produkte, ansonsten eine Mischung aus deutschen und japanischen Produkten. (Decke mich immer wieder ein, wenn ich in Japan bin, es sei denn ich finde es vorher billig im Internet. ^^)

    Es ist aber auch nicht gut, sich zu viel auf einmal ins Gesicht zu schmieren. 😉

    Bei Sonnencreme im Gesicht habe ich in Japan immer sehr aufgepasst. Ich bekomme zwar nie Sonnenbrand, aber in Japan ist die Sonne einfach viel aggressiver und man hat noch mehr Angst, dass die Haut schneller altern könnte. 🙂

  9. Oh jaaaa, Gesichtspflege, bei mir (wie du vielleicht noch weißt) ein ziemlich leidiges Thema ^^
    Ich hatte während der Pubertät niemals Probleme mit meiner Haut, wofür meine Freundinnen mich zu der Zeit immer richtig beneidet haben.
    Tja, jetzt bin ich seit einigen Jahren plötzlich diejenige, die beneidet.
    Ich habe kurz nach einer ziemlich radikalen hormonellen Umstellung (weg von der Pille) eine für meine Verhältnisse super schlechte Haut bekommen. Mischhaut, Pickel, Mitesser, gerötete Stellen … alles was so dazu gehört ^^

    Mittlerweile habe ich das ganz gut mit Ernährung und der richtigen Pflege in den Griff bekommen, aber es gibt trotzdem immer wieder Zeiten, in denen mein Körper sich darüber hinweg setzt (vor allem in Japan tut er das gern…) 😉

    Auf koreanische Kosmetik schwöre ich übrigens auch! Vor allem darauf, dass viele Make Ups und Cremes schon von vorn herein mit einem zum Teil recht hohen LSF ausgestattet sind. Das ist dann auch in der Routine ein bisschen einfacher einzubinden, wenn man keine 15 Minuten im Bad verbringen will. Koreaner haben ja zum Teil 11 Schritte in ihrer allabendlichen Pflege ^^

  10. Oh weh, ich wünsch dir viel Erfolg. Ich bin einfach zu faul um diese ganzen Pflegeprodukte regelmäßig zu nutzen. Es liegt vielleicht nicht am Umzugsstress, aber es könnte am veränderten Wasser liegen. Je nachdem wie sehr gechlort oder kalkhaltig es ist kann die Haut darauf reagieren.
    Ich habe zum Glück recht gute Haut und ich benutze vielleicht alle paar Monate mal Make-Up (also das hautfarbene Zeug, man merkt ich bin kein Experte xD), da ich dadurch immer so ein verstopftes Gefühl auf der Haut bekomme und danach meine Haut eher rumzickt als ohne.
    Normalerweise Gesicht waschen, eincremen und Maskara, ende. Abends dann wieder waschen und manchmal mit so extra Feuchtigkeitscreme für die Nacht einschmieren. Aber eher nicht…haha.
    Ich versuche aber nun auch mutiger zu sein in Japan und werde meine erste Gesichtsmaske ausprobieren!

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