Mein Magazin gibt es nicht mehr.

anecan

Am Montag kaufte ich die letzte AneCan. Nicht, weil ich keine Lust mehr auf sie hätte, sondern weil das Magazin eingestellt wurde.

In Japan gibt es unglaublich viele Modezeitschriften, nach Alter und Kleidungsstil unterteilt. Viele der Zeitschriften sind nur in Japan zu finden, auch wenn es natürlich einige international bekannte Größen auch zu kaufen gibt: Vogue, Elle, Cosmopolitan. 😉

Ich habe in Japan verschiedene Modezeitschriften gelesen. Ist klar, ich bin schließlich auch älter geworden und mein Modestil hat sich geändert. Von der Kera (Punk und Gothic für Jugendliche) über Zipper (Harajuku Street Fashion für Jugendliche und junge Erwachsene), mina (Casual Girly für Frauen in ihren Zwanzigern) zu CanCam (Mode für arbeitende Frauen Anfang bis Mitte 20). Die AneCan ist die große Schwester der CanCam. Wortwörtlich übrigens, das 姉 (Ane) von AneCan bedeutet „große Schwester“.

In den letzten Jahren war die AneCan das einzige Magazin, das ich mir ab und an kaufte. Ich mochte die Klamotten, den Ton und die Models. Die sind übrigens meist bei einem Magazin fest eingeplant, es sind nicht etwa jeden Monat andere namenlose Models zu sehen. Klar kennt man die Models nicht wirklich, aber wenn man jeden Monat die gleichen Gesichter sieht, kommen sie einem doch irgendwann sehr vertraut vor.

magazine

Ein Ausschnitt…

Immer wieder habe ich mir Inspiration aus den Seiten der AneCan gezogen, und das ein oder andere mal sogar direkt etwas gekauft, was ich in ihr gesehen hatte. Was sind Modezeitschriften auch anderes als Bedürfnis-Entwicklungs-Maschinen? 😉

Leider war es das jetzt vorerst damit. Die Leserzahlen waren lange rückläufig, 2016 wurden nur noch weniger als ein Drittel so viele Exemplare wie 2009 verkauft. Die Einnahmen aus den Anzeigen waren dementsprechend rückläufig. Nach zehn Jahren ist Schluss mit der AneCan. In der letzten Ausgabe finden sich Rückblicke und Kommentare von Autoren, Editoren, Models und Stylisten. Das stimmt schon ziemlich nostalgisch.

Zum Glück findet sich mit Sicherheit Ersatz.

Was lest ihr für Magazine, oder was habt ihr früher gelesen?

5 Gedanken zu „Mein Magazin gibt es nicht mehr.

  1. Ich weiss gar nicht, wann ich das letzte Mal Geld fuer Papier ausgegeben habe.
    Generell bin ich ja immer wieder ueberrascht wiw gut sich Magazine etc noch in Japan halten.
    Alles was ich lese ist digital, so hab ich immer allea in der Hosentasche und brauche nicht jedes Magazin/Buch/Manga mitschleppen.
    Zumal ich damit auch aktueller bin.

    • Englische Bücher habe ich auch digital, einfach weil es günstiger ist. Insgesamt mag ich die taktile Komponente bei Druckerzeugnissen aber sehr gern, deswegen werde ich so schnell nicht umsteigen. 🙂

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