Filmzeit: Die rote Schildkröte.

Ausnahmsweise mal ein Filmzeit über einen Film, der nicht unglaublich japanisch ist. „La Tortue Rouge“ wurde in Japan als neuster Film von Studio Ghibli beworben, was etwas irreführend ist. Ghibli co-produzierte den Film zwar, im Abspann fanden sich aber geschätzt fünf japanische Namen. Wie ich den Film fand, könnt ihr trotzdem hier lesen. 😉

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La Tortue Rouge (2016) (Trailer)

Regisseur: Michaël Dudok de Wit

Ein Mann wird in einem Sturm auf eine von Menschen unbewohnte Insel gespühlt. Zwar gibt es auf der Insel alles, was er zum Überleben braucht, doch er baut sich ein Floß um zurück in die Zivilisation zu gelangen. Als er mit dem Floß auf dem offenen Meer ist, wird dieses jedoch von einer riesigen roten Meeresschildkröte zerstört. Nach mehreren vereitelten Versuchen kommt die Schildkröte auf die Insel und verwandelt sich in eine Frau.

Persönliche Meinung: Der Film hat keinen Dialog, was ich ganz spannend fand. Man könnte denken, dass ein Film ohne Sprache langweilig werden würde, das ist aber absolut nicht der Fall. Die Zeichnungen waren unglaublich schön, und die Geschichte selbst war voller Glück und Zuversicht. Es gab nur einige Dinge, die meinem Mann und mir etwas komisch vorkamen: Erstens baut der Mann nie einen Unterschlupf, und ist somit dem Wetter ausgesetzt, und zweitens war uns nicht ganz klar, warum die rote Schildkröte mit dem Mann leben wollen würde. Ich würde den Film dennoch jedem empfehlen. Nur bitte geht nicht hinein und denkt, ihr würdet einen Studio Ghibli-Film gezeigt bekommen.

5 Gedanken zu „Filmzeit: Die rote Schildkröte.

  1. Pingback: Was wir diese Woche verfolgten – KW 40 2016 - 1mal1japan.de

  2. Ich fand den Film total schön, eben weil er so anders war 🙂 Der Zeichenstil war zwar recht französisch angehaucht, von der Atmosphäre her fand ich ihn aber schon ein wenig ,Ghibli-mäßig’… Und natürlich wollte die Schildkröte aus romantischen Gründen mit dem Mann zusammen sein 😉

      • Na ja, es ist halt eine Fabel^^; Der Wunsch der Schildkröte/Frau mit dem Mann zusammen zu sein war stärker als alles andere, wodurch sie dann meiner Meinung nach auch als Frau ,wiedergeboren‘ wurde. Sie hatte ihn ja auch schon vorher mehrmals daran gehindert, von der Insel wegzukommen. Der Mann hat seine Freiheit (=von der Insel wegkommen) danach auch für die Frau aufgegeben… Aber der Film lässt ja viel Spielraum für Interpretationen.

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