Wir kaufen einen Roboter.

terminator

Oder zumindest denken wir darüber nach. Ich sollte vielleicht darauf hinweisen, dass natürlich nicht ich und mein Mann vorhaben uns einen Roboter anzuschaffen, sondern meine Abteilung auf Arbeit. 😉 Schließlich arbeite ich in der IT.

Ich persönlich finde AI zwar viel spannender als Roboter, aber letztere klingen oft mehr nach Zukunft und Japan. Weil ich in den letzten Wochen immer mal wieder über Roboter recherchiert habe, dachte ich, ich zeige euch mal vier Roboter, die in Japan vertrieben werden.

Pepper

Pepper ist wahrscheinlich der bekannteste Roboter innerhalb Japans, wird er doch von Softbank aggressiv beworben. Seine Hauptaufgabe ist, Leuten Freude zu bereiten. In einigen Läden wird er zum Bewerben von Produkten genutzt. Das funktioniert ganz gut, weil er immer ein Tablett mit sich herumschleppt. 🙂 Ich muss zugeben, dass ich Pepper ein wenig gruselig finde, obwohl mir alle, die sich mal länger mit einem unterhalten haben, darauf bestehen, dass er voll süß sei.

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Extra: Werbung, weil Hund. 😉

(Pepper wurde von der französischen Firma Aldebaran Robotics entwickelt.)

emiew3

EMIEW ist kleiner als Pepper, und kann sich recht schnell bewegen. Dabei läuft er allerdings nicht, sondern bewegt sich selbstständig auf Rädern vorwärts. EMIEW merkt, wenn jemand herumsteht, und spricht solche Personen gezielt an. Das Szenario, dass Hitachi derzeit zeigt ist, dass mit EMIEW Touristen geholfen werden soll.

(EMIEW3 befindet sich noch in der Entwicklungsphase und wird ab 2018 im Handel erhältlich sein.)

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robohon

Wie man vielleicht am Namen schon merkt, ist Robohon in erster Linie ein Telefon. Er ist ziemlich klein und putzig, kann einen an Termine erinnern, im Internet nach Sachen suchen, Fotos machen und hat einen Projektor eingebaut. Ich finde ihn ja super süß, aber da er scheinbar nicht direkt an eine AI angeschlossen werden kann, ist er allerdings nicht ganz so unglaublich praktisch.

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Nao_rob.orig

Nao wird von derselben französischen Firma wie Pepper hergestellt, und gehört jetzt auch zu Softbank. Der kleine Roboter läuft, tanzt und kann dank NLP (natural language processing) in drei Sprachen reden und verstehen.

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Ich persönlich mag EMIEW3 und RoBoHoN am liebsten, weil sie beide super knuffig sind. 😉 Der größte Unterschied was die Nützlichkeit angeht, ist die AI. Ohne AI sind die meisten dieser kleinen Service-Roboter eher langweilig, da sie nur vorprogrammierte Prozesse ablaufen lassen können.

Habt ihr schon einmal mit einem Roboter interagiert? Und was denkt ihr, in wie vielen Jahren wir von Robotern versklavt werden? 😉

(Titelfoto ©Warner Brothers)

18 Gedanken zu „Wir kaufen einen Roboter.

  1. Wir haben einen Roomba Putzroboter integriert im Haushalt und sind sehr begeistert. Ein großer Streitpunkt in der Familie ist damit hinfällig.

  2. Hallo,
    meines Wissens nach sind Pepper und Nao eigentlich Geschwister; beide wurden von Aldebaran („einer französischen Firma“) entwickelt, die vor ein paar Jahren von Softbank übernommen wurde.
    Viele Grüße!

  3. Kauft was vernünftiges, oder lieber nicht sonst laufen die Kunden weg.

    http://www.heise.de/newsticker/meldung/Neuer-Atlas-Roboter-ist-stabil-und-phlegmatisch-3116207.html#mobile_detect_force_desktop

    Bei der Steuerungs KI dauert es wohl noch eine weile aber anscheinend bekommen einige Leute schon kalte Füße
    http://www.br.de/themen/ratgeber/inhalt/computer/digitales-manifest-ki-100.html
    Ich persönlich tippe ja auf, die haben Angst das bestimmte Zusamnenhänge (Finanzsystem, Führungsstrukturen….) erkannt werden.

  4. Und was wollt ihr mit so nem Ding? Bzw. was soll er dann machen um Nutzen zu bringen?
    Also wenn ne AI das Telefon bedienen kann will ich auch einen.. Ansonsten verstehe ich den Zweck von diesen Robotern nicht.

    • Die können tatsächlich das Telefon bedienen. 😉 Zumindest Pepper kann.
      Es soll die Arbeitslast von menschlichen Mitarbeitern erleichtern, indem es FAQs durchgeht und Umfragen macht. Letztendlich ist es auch ein Versuch, um zu schauen, wie viel man damit anstellen kann.

      • Hm… Roboter, die laestige Salaryman am Telefon abwimmeln können.. hm….
        Hört sich gut an.

  5. Ui spannend! Eine Roboteranschaffung – als ich noch Studentin war, hat unsere Uni auch zwei NAOs angeschafft. Damals habe ich das für was ganz besonderes gehalten und gedacht, dass unsere Uni anderen um einiges voraus ist. Das ist wahrscheinlich auch so, aber heute beobachte ich, dass viele Unis inzwischen NAOs haben. Vielleicht seid ihr mit den anderen doch besser dran 😉
    Das Thema AI ist aber ein bisschen komplizierter … NAO und andere Systeme (auch IBMs Watson) sind NLP (natural language processors). Die werden nur auf diese eine Sache trainiert (Laute einer bestimmten Sprache zu verstehen) und mehr nicht. D.h. so richtig KI ist das eigentlich nicht. Zumindest nicht so wie es allgemein hin verstanden wird. NAO beispielsweise kann neben der Spracherkennung auch ’nur‘ vorgefertigte Programme runterspielen. Also Bewegungen beispielsweise, die muss man nicht mal zwingend programmieren. Das geht alles über tolle Klicki-Bunti-Software.
    Ich finds aber sehr spannend, dass du z.B. über Pepper geschrieben hast – außer NAO kannte ich nämlich gar keinen von denen. Und ich finde Pepper auch ein bisschen gruselig (ich will ja keine Eigenwerbung machen, aber ich habe mal über das Phänomen geschrieben, warum wir Robos so schnell als gruselig wahrnehmen, selbst wenn sie auf niedlich getrimmt sind: Link). Ist dir mal aufgefallen, dass im Hintergrund ein noch bedrohlich aussehender Pepper ist? XD

    • Pepper ist super gruselig! 😦 (Das Uncanny Valley kannte ich aber schon. 😉 )
      Wenn ich mich recht entsinne, ist Watson schon eine AI, mit eigener Bewertung verschiedener Möglichkeiten und Lernfähigkeit. Ohne NLP würden wir in die Nähe von Sci-Fi kommen. 😉

      • Der AI-Begriff ist extrem unscharf und kaum dass es eine Definition gibt, wird die meisten mit vielen Theorien und Meinungen überhäuft, die AI anders definieren würden. Watson ist vielleicht auf dem Weg eine AI zu sein oder kommt zumindest nah dran. Aber da sollte ich mich wohl nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, sonst schimpft mein Arbeitgeber mit mir. 😉
        In jedem Fall ist es schwierig von Steuerungs-KI zu reden oder so, da das idR einfach alles normale Software ist, aber ganz weit weg von KI/AI.

  6. Leider gibt Qrio nicht mehr, den fand ich am besten bzgl. Beweglichkeit. NAO gefällt mir aber auch ziemlich gut. Asimo wird wohl für euch zu teuer sein 😉
    Wenn du noch mehr rausfinden willst, vielleicht ist dir „Robosquare“ in Fukuoka behilflich. Da habe ich eine ganze Menge von (älteren und neuen) Servicebots gesehen und teils auch testen können.

    Richtig gruslig finde ich jedoch die menschlichen Bots, z.B. von Toshiba. Wenn man sich ausmalt, dass die an einer Rezeption o.ä. eingesetzt werden …

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