Flohmarkt in Roppongi.

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Letzten Monat fand bei mir auf Arbeit ein Event statt, weswegen ich mit meinem Mann und meinen Schwiegereltern nach 六本木 (Roppongi) fuhr. Um ehrlich zu sein ist in meiner Ecke von Roppongi nicht viel los. Es gibt halt viele Büros, viele recht teure Restaurants, und sonst nicht viel. Nicht einmal Karaoke! Ohne Scheiß, wenn wir mal gehen, müssen wir  über zehn Minuten laufen! Eine Zumutung!

Nach dem Event fanden wir aber doch noch etwas: Einen Flohmarkt. Der 赤坂蚤の市 (Akasaka Nomi no Ichi; Akasaka Flohmarkt) findet jeden vierten Sonntag im Monat in den Ark Hills statt. 🙂 Er ist nicht wirklich groß, aber es gibt einige ganz hübsche Sachen. Dummerweise ist das Preisniveau ziemlich hoch – wer kauft denn einen alten abgeranzten Koffer für 30,000Yen (ca. 245€), auch wenn der sicher total antik ist?!
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Für europäische Touristen ist er wahrscheinlich auch deswegen recht uninteressant, weil in Japan eben auch exotisch ist, was von weit her kommt. Im Angebot fanden sich zumindest am Tag unseres Besuchs also z.B. schwedisches Geschirr (teuer), russische Marienbilder (teuer) und verschiedenes aus Deutschland (teuer). Wir sind ohne etwas zu kaufen wieder gegangen. Die Sachen waren zwar teils wirklich schön, aber ganz so reich sind wir dann doch nicht. Kriegt man in Deutschland alles günstiger. 😉

In Tokyo finden zum Glück jedes Wochenende irgendwo Flohmärkte statt, auch welche, auf denen man Schnäppchen machen kann. In Shinjuku findet z.B. etwa alle zwei Monate der 新宿中央公園マーケット (Shinjuku Chûo Kôen Mâketto) statt, öfter der Flohmarkt am 靖国神社 (Yasukuni-jinja; Yasukuni-Schrein) in der Nähe des Bahnhofs Tokyo und der in 錦糸町 (Kinshichô) in der Nähe des Sky Trees. Ich muss zugeben, dass ich mich nicht besonders auskenne, weil ich um ehrlich zu sein keine Geduld für Flohmärkte habe. Ich mag es nicht, ewig nach Dingen zu suchen.

Und dann sehe ich, was für Schätze manche Leute entdecken und ärgere mich. 😉

Wart ihr schon einmal auf einem Flohmarkt in Japan? Wo und wie war es? 🙂

Ortsnamen.

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Im Deutschen ist manchmal unklar, woher ein Ortsname ursprünglich kommt. Nach Jahrhunderten ist einfach nicht mehr auf den ersten Blick erkennbar, was „München“ wohl mal bedeutet hat.

In Japan haben wir Kanji, es hat also jedes Schriftzeichen in einem Ortsnamen eine Bedeutung. Wenn man das Zeichen für Zeichen übersetzt, kommen manchmal Märchennamen raus:

秋葉原 (Akihabara) ist zum Beispiel „Herbstlaubfeld“ und 千葉 (Chiba) „Tausendblatt“. 😀 „Die Königin von Tausendblatt machte sich auf den Weg nach Herbstlaubfeld um um die Hand des Drachen anzuhalten.“*

* Ich sollte Kinderbuchautorin werden…

Und dann gibt es ein paar Orte in Tokyo, die irgendwie eigenartig sind… Auch nach Jahren ist meine liebste Bahnstation 御茶ノ水 (Ochanomizu) – „Teewasser“. 😀 Ob jemand das Wasser aus dem Fluss, an dem die Station liegt, trinken möchte, wage ich zu bezweifeln. 😉

Als ich meinen Mann fragte, welchen Ortsnamen er in Tokyo am schönsten findet, antwortete er mit 三軒茶屋 (Sangenjaya), „Drei Teehäuser“.

Er: Drei Teehäuser? Genau drei? Nur?

Immerhin beeindruckender als 六本木 (Roppongi), wo ich arbeite. Dort gibt es dem Namen nach nur „Sechs Bäume“. Ortsnamen zu übersetzen macht riesigen Spaß, man merkt sich die Kanji mit ihren Lesungen so auch recht gut. 🙂

In Gegenden, in denen ursprünglich eine andere Sprache gesprochen wurde, funktioniert das übrigens nicht so gut. Für die Ortsnamen in 北海道 (Hokkaidô; der Präfektur Hokkaido) wurden oft einfach Kanji festgelegt, die wie die alten Namen der Ureinwohner, der Ainu, ausgesprochen werden. In den Namen dort fndet man oft die Kanji 幌 (Horo; u.A. Abdeckhaube), 別 (Betsu; seperat) und 内 (Nai; Innen), welche aber von den Ainu-Worten für „weitläufig“, „großer Fluss“ und „Sumpf“ kommen.

Immerhin funktioniert es in in der östlichen Hauptstadt, in „Gottes Tür„, „Glückshügel“ und… „Goldsumpf„?!

Was sind eure liebsten eigenartigen Ortsnamen? 🙂 Und was ist eigentlich an „Onkel Toms Hütte“ in Berlin?

Japanisch kochen: Einfache Ramensuppe.

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Auch wenn ich bekanntlich nicht der beste Nudelschlürfer bin, liebe ich ラーメン (Râmen). Ursprünglich kommt das Gericht aus China, auch heute wird es mit 中華麺 (Chûkamen; chinesischen Nudeln) gekocht. Es wurde für den japanischen Gaumen modifiziert, und heute ist Ramen durch und durch Japanisch. Bis auf die Nudeln halt.

In Deutschland findet man Ramen oft in getrockneter Form in Tüten. Die gibt es hier zwar auch, aber so richtig gern isst das keiner. 😉 Ich kaufe immer Ramen mit „frischen“ Nudeln und Suppenmix.

Da ich aber über Facebook gefragt wurde, ob es nicht ein einfaches Rezept für die Suppe gäbe, habe ich mich auf die Suche gemacht. 🙂

醤油ラーメンスープ Shôyu Râmen Sûpu (Sojasaucen-Ramen-Suppe)

350ml heißes Wasser
1EL Sojasauce (achtet darauf japanische Sojasauce zu verwenden)
1EL Mentsuyu*
1TL Austernsauce
1TL Hühnerbrühe (Pulver)
1/2TL Sesamöl
ein wenig geriebener Knoblauch
ein wenig Salz und Pfeffer

* Mentsuyu kann man sich selbst mischen: 70ml Wasser, je 1EL Sojasauce, Kochsake und Mirin, und ein wenig Dashi.

① Alles zusammen in eine Schüssel geben, mit dem heißen Wasser überschütten und vermischen. Fertig. 😀

塩ラーメンスープ Shio Râmen Sûpu (Salz-Ramen-Suppe)

400ml heißes Wasser
1EL Hühnerbrühe (Pulver)
1TL Sojasauce (japanische Sojasauce)
1TL Salz
ein wenig geriebener Knoblauch
nach Belieben Lauch

① Alles zusammen in eine Schüssel geben, mit dem heißen Wasser überschütten und vermischen. Fertig. 😀

味噌ラーメンスープ Miso Râmen Sûpu (Miso-Ramen-Suppe)

400ml heißes Wasser
1 1/2 EL Miso
2EL Mentsuyu*2TL Hühnerbrühe (Pulver)
1/2TL Zucker
nach Belieben geriebener Ingwer
nach Belieben geriebener Knoblauch
ein wenig Sesamöl

* Mentsuyu kann man sich selbst mischen: 70ml Wasser, je 1EL Sojasauce, Kochsake und Mirin, und ein wenig Dashi.

① Alles zusammen in eine Schüssel geben, schrittweise mit dem heißen Wasser überschütten und vermischen. Fertig. 😀

Drei einfache Suppen. 🙂

Was ihr sonst noch in eure Ramen packt ist euch natürlich selbst überlassen, aber bei uns gibt es immer gekochte Eier, gebratenes Schweinefleisch und Nori (gerösteten Seetang) dazu.

Goodbye Mickey.

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Wir lieben das Disney Resort. Wenn die Bahnen günstig fahren ist es nur 25 Minuten von uns entfernt, und wir haben viele schöne Tage und Nachmittage dort verbracht.

Heute habe ich meine Mitgliedschaft im Fanclub gekündigt.

Als ich vor drei Jahren in den Fanclub eingetreten bin, war das für mich eine logische Entscheidung: Der Fanclub kostete um die 3,000Yen (ca. 24€) im Jahr, und ich konnte vier Mal im Jahr für bis zu sechs Personen 1,000Yen (ca. 8€) günstigere Tickets kaufen. Für uns lohnte sich die Mitgliedschaft somit auch finanziell.

2013 kosteten die Tagestickets auch „nur“ 6,300Yen (ca. 50€) pro Person. Happig, aber zu verschmerzen. Irgendwann letztes Jahr stand dann klein im Fanclub-Magazin, dass der Rabatt statt 1,000Yen pro Person nur noch 500 betragen würde. Außerdem werden auch die Eintrittspreise seit drei Jahren stetig angehoben. Derzeit bezahlen Erwachsene 7,400Yen (ca. 59€).

Das klingt natürlich nicht sehr tragisch, verbunden mit dem kleineren Rabatt sind es aber trotzdem 3,000Yen (ca. 24€) Unterschied – pro Besuch.

Außerdem arbeite ich jetzt Vollzeit, und ganz ehrlich: Ich war die letzten Jahre so oft im Disneyland und DisneySea, es reicht. Klar, wenn Freunde aus Deutschland da sind, gehe ich gern, aber sonst… Tschüss, Mickey und Konsorten!

Es ist Frühling.

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Diesen Frühling war ich noch nicht anständig Kirschblütengucken. Klar, einige von euch haben sicher die Kirschblütenfotos auf meinem Instagram gesehen, aber das waren eher flüchtige Fotogelegenheiten. Richtiges Blumengucken (花見 Hanami) beeinhaltet eine blaue Plane zum Draufsitzen, Essen, Alkohol und gutes Wetter.

Nur irgendwie herrscht nur gutes Wetter, wenn ich drinnen arbeiten muss?! Dieses Wochenende ist es durchgängig bewölkt, wenn es nicht gar regnet. 😦 Morgen ist eigentlich geplant um den Kaiserlichen Palastgarten zu laufen, weil es dort auch blüht, aber wenn es regnet wird das wohl ins Wasser fallen.

Es freut mich natürlich trotzdem, dass der Frühling endlich da ist! 😀 Es wird langsam aber sicher wärmer, wir haben unseren Kotatsu verstaut, und vielleicht können wir bald wieder Tennis spielen.*

* Mein Mann ist ein Weichei, deswegen haben wir im Winter nicht gespielt…

Der April ist in Japan übrigens der Monat, in dem sich alles ändert: Einschulungen, Umzüge, Jobwechsel, alles auf einen Haufen. Mein Mann war am Freitag bei seinem neuen Job, er ist jetzt Beamter. 🙂 Wir werden schauen, wie das so läuft, aber bisher scheinen Beamte ganz entspannt zu sein. Entspannter zumindest, als normale japanische Büroangestellte. An der großen Änderung, namentlich Umbau des Hauses meiner Schwiegereltern, basteln wir noch.

Wie schaut es bei euch aus, stehen dieses Jahr Veränderungen an? 🙂