Ich bin mangelhaft.

mangelhaft

Nachdem ich vier Tage in der Wohnung eingesperrt war, darf meine Grippeviren schließlich nicht einfach unter die Leute verteilen, durfte ich heute endlich raus! 😀

Mittagessen aßen wir in einem ラーメン (Râmen) Restaurant. Vielen ist sicher bekannt, dass man Nudeln in Japan schlürft. Das bringt den Geschmack besser heraus und zeigt dem Koch, dass es schmeckt.

In Deutschland schlürft man nicht, am besten macht man gar keine Geräusche beim Essen. Ich bin natürlich in Deutschland mit deutschen Eltern aufgewachsen, Schlürfen war also absolut verboten. Dummerweise heißt das, dass ich nicht schlürfen kann! 😦 Ich bekomme nicht einmal die Nudeln ordentlich eingesogen.

Meinen Mann amüsiert das ungemein. Mein mangelhaftes Schlürfen ist für ihn in etwa so, als könnte ich mir die Schuhe nicht selbst zubinden. Japaner können alle schlürfen.

Lecker war es trotzdem. 🙂

Was sind eure Lieblings-Ramen?

15 Gedanken zu „Ich bin mangelhaft.

  1. Wenn uns die Propheten einen Tip gegeben hätten, hätten wir nicht nur das Schlürfen nicht verboten sondern sogar ordentlich träiniert.

  2. Ich kann auch nicht schlürfen! Nun weiß ich endlich, dass ich nicht allein bin! 😀

    Ehrlich, ich schaffe es einfach nicht. Habs versucht. Ergebnis: Ich hab mich verschluckt. ^^

  3. Haha, es gibt Leute, die nicht schlürfen können? Tischmanieren waren mit das erste, was hier in China flöten gegangen ist. Schön blöd, wenn man dann mal wieder mit Deutschen an einem Tisch sitzt 😉

  4. Ich glaube, dass kann man aber auch umdrehen 😉 Denn besondere Verständnisweisen können Deutsche viel besser nachvollziehen als Japaner. Kann man denn das Schlürfen noch im nachhinein lernen ;P?

    Curry Ramen sind superlecker ❤

  5. Als mein Freund und ich gestern Ramen essen gingen, musste ich an deinen Post denken 🙂
    Ich glaube das Schlürfen ist aber nicht nur in Japan eine Sache. Ich erinnere mich als ich vor 10 Jahren eine HongKong Serie sah und der Junge das Mädchen beibrachte die Nudeln (in dem Fall chinesische Eiernudeln mit Suppe etc.) zu schlürfen, weil somit der Geschmack rüberkommt.

    Gestern hatte ich zwischendurch auch getan, aber dieses Gespritze ist einfach nicht mein Ding xD besonders wenn frau sich hübsch gemacht :’D

  6. So gern ich Japan und japanisches Essen, so muss ich doch einräumen, dass mir koreanisches Ramen (Ramun) besser schmeckt. Es liegt mutmaßlich an der Schärfe.
    Das Schlürfen, nun ja, für Europäer mit Tischmanieren ist das tatsächlich gewöhnungsbedürftig, ebenso wie japanische Tischgespräche mit vollem Mund.
    Eine Sache gäbe es da noch: Bei meiner ersten Japanreise durfte ich erleben, wie einer Japaner mit seiner Hand die laufende Nase im Zaum hielt und mit eben jener Hand die für alle Hotelgäste bereitstehende Kaffeemaschine bediente.
    In eine Situation, in der ich doch tief durchgeatmet habe und meine Toleranz auf den Prüfstand gestellt wurde.

  7. Also, auch wenn wir nicht in Japan wohnen, gehen wir hier in Düsseldorf doch fast mindestens wöchentlich einmal Ramen essen. Dadurch sind wir mittlerweile relativ routinierte Ramen-Esser, denke ich zumindest 😀
    Mit dem Schlürfen ansich habe ich kein Problem (ich schaffe es auch mittlerweile auszublenden, dass die anderen Kunden mein Schlürfen ggf. nicht so appetitlich finden), mir passiert es nur oft, dass ich durch den heißen Nudeldampf den ich beim Schlürfen mit einatme husten oder schin fast würgen muss :-/ Das ist natürlich nicht so professionell ;D Naja, ich geb mir Mühe!

    Lieblings-Ramen? Hmm, Miso-Ramen 🙂

  8. Pingback: Japanisch kochen: Einfache Ramensuppe. | 8900 km. Berlin ⇔ 東京

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