Lecker essen in Shibuya: Rakuchin.

rakuchin

Mit dem Ende des Jahres endete leider auch das fünfmonatige Gastspiel meiner finnischen Kollegin aus Deutschland. 😦 In den fünf Monaten hatten wir super viel Spaß und waren oft gemeinsam essen, und so wurde beschlossen auch zum Abschluss essen zu gehen: In einem 居酒屋 (Izakaya; eine japanische Bar) in 渋谷 (Shibuya).

Um ehrlich zu sein verbinde ich mit Shibuya nicht viel Gutes. In meinen Augen ist Shibuya voll, laut und irgendwie schmierig. Warum man unbedingt dort trinken gehen sollte — aber gut, ich habe mich mitschleifen lassen.

Und wurde direkt eines Besseren belehrt. Etwas abseits vom Bahnhof liegt nämlich 神泉 (Shinsen), mit kleinen verwinkelten Straßen und Restaurants wo das eine besser aussieht als das nächste. 🙂 Nichts schmierig, super chic!

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Wir hatten im Laden 楽椿 (Rakuchin*) reserviert. Dort gibt es von Fisch über Hühnchen bis Oden alles, was man beim Trinken gern essen würde – und noch viel mehr. Ich esse zwar gern japanische Hausmannskost, aber freue mich noch viel mehr, wenn ich auf dem Menü etwas sehe, was mich überrascht. Bei Rakuchin gibt es beides! Super leckeres おでん (Oden) und 肉じゃが (Nikujaga) neben frittierter Avokado mit ねぎとろ (Negitoro; Thunfisch-Lauch-Paste). Selbst der Karottensalad, eigentlich eher langweilig, war unglaublich gut.

Normalerweise ärgere ich mich immer über お通し (Otôshi), eine kleine Vorspeise die man sich nicht aussuchen kann und die Geld kostet – die bei Rakuchin war einfach nur lecker.

* 楽ちん (rakuchin) heißt „bequem“ oder „unbeschwert“. 🙂

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Außerdem, Erdbeer-Sour mit echten Erdbeeren!

Der Laden ist zwar klein, aber wirklich nett gemacht. Wenn man möchte kann man den Köchen auf die Finger schauen. 🙂 Und das beste: Es ist günstig! Nach einem ziemlichen Fressgelage haben wir pro Person nur etwa 3,000Yen (ca. 23,50€) bezahlt. 🙂

Wenn sich die Gelegenheit ergibt werde ich auf jeden Fall noch einmal hingehen, nur schade, dass viele gute Bars und Restaurants so weit weg von zuhause sind…

Falls ihr in Shibuya sein solltet und genug habt vom ganzen Rummel: Shinsen bietet neben Rakuchin noch viele weitere Restaurants, schaut mal vorbei. 🙂

4 Gedanken zu „Lecker essen in Shibuya: Rakuchin.

  1. Interessant 🙂
    Aber ich staune ein bischen… Eine Vorspeise, die man bezahlt, aber sich nicht aussuchen kann? Eine Vorspeisenwundertüte. Muss man das wirklkch nehmen? Klingt wirklich seltsam. Aber wenn ihr angenehm überrascht wurdet… was ist das denn so allgemein? Nur ganz klein oder größer? (Mann ich frag mal wieder, als ib ich dafür bezahlt würde)

    Spannend finde ich frittierte Avocado *staun* mal was ganz anderes, oder ist das in Japan vielleicht üblich? Was die anderen Sachen sind, werde ich mal Onkel Wiki fragen, ich kenne nur sehr wenig japanisches Essen und da vergesse ich ann auch mal, was ich schon mal gelesen, aber nicht gegessen hatte.

    Ich denke, ich werde es immer spannend finden, was in anderen Ecken dieser Welt „normal /üblich “ ist.

    Liebe Grüße aus dem für mich immernoch viel zu kalten Berlin!

    🙂

    • Es gibt einige Orte, wo man wenn man es schnell macht, die Vorspeise abbestellen kann. Es ist an sich eine Seat Charge. Oft gibt es einen super kleinen Salat oder Edamame oder so. Nichts wirklich Tolles. Bei einem meiner liebsten Izakaya gibt es Brot mit ganz fluffiger salziger Butter, da freue ich mich immer drauf. 🙂
      Frittierte Avocado ist nicht üblich, aber super lecker!

  2. Pingback: 8900 km. Berlin ⇔ 東京

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