Endlich.

Gestern kam endlich der langersehnte Anruf: Mein Mann hat den Job im Bauamt eines tokyoter Bezirks bekommen. Endlich ist dieser ganze Bewerbungskram vorbei. Morgen wissen wir, ob er den 2級建築士 (2-kyû Kenchiku-shi; Architekten-Qualifikation zweiter Klasse) auch bestanden hat.

Und dann können wir vielleicht nach über sieben Monaten endlich wieder durchatmen. So lang hat es gedauert, von Lernbeginn bis Ergebnis, mit vielen Tests und Aufgaben zwischendurch. Im selben Zeitraum habe ich bei meiner jetzigen Firma angefangen. Ich hatte plötzlich einen Vollzeitjob, mein Mann hatte plötzlich kaum noch Zeit, und insgesamt hat das ziemlich an den Nerven gezehrt. Wenn jeder so sehr mit seinem eigenen Kram beschäftigt ist bleibt nicht viel Zeit um den anderen adäquat zu unterstützen.

Dann hat man manchmal eben nicht den … 心の余裕 (Kokoro no Yoyû; Platz im Herzen*) um nachsichtig mit dem Partner umzugehen. Wir haben uns glaube ich selten so viel gestritten, wie während der letzten sieben Monate – was immer noch nicht heißt, dass wir einander ständig in den Haaren lagen. Aber normalerweise streiten wir kaum. 😦 Ich gehe davon aus, dass sich das jetzt wieder legen wird.

* Wenn jemand eine gute Übersetzung weiß, her damit.

Die Arbeitsstelle wird er wohl nächstes Frühjahr antreten, ich hoffe natürlich, dass es ihm dort besser gefällt als bei seiner derzeitigen Firma.

Dieses Jahr war für uns beide ziemlich anstrengend. Zwar stehen wir jetzt im Dezember besser da als noch im März, aber wir brauchen wahrscheinlich einfach etwas Zeit zum Durchatmen.

Noch dreieinhalb Wochen bis zum Neujahrsurlaub! 😀

Dieses Jahr habe ich fast zehn Tage am Stück frei, nur an drei Tagen muss ich (bezahlt) irgendwie erreichbar sein, falls es auf Arbeit brennt. Zu Neujahr. Während alle Firmen zu haben. Na klar. 😉

21 Gedanken zu „Endlich.

  1. Das gleiche wünsche ich mir auch in meiner Richtung. Ich würde gerne nach Japan gehen und dort arbeiten, wenn ich richtig das Japanische sprechen kann.
    Nicht nur interessiere ich mich seit ich das erste Mal mit Japan in Berührung kam für Geschichte und Kultur, sondern möchte auch mich sprachlich dazu bilden. Ich denke, dass über die Sprache die Brücke zum Leben in Japan gebaut wird.

    • Die Sprache zu lernen ist ohne Frage sehr wichtig, aber je nachdem als was du arbeitest/arbeiten willst ist es mehr oder minder wichtig. Wenn du komplett auf Japanisch arbeiten willst, brauchst du durchaus ein gewisses Japanisch-Level. Aber wenn du in einer internationalen Firma arbeitest, kommst du auch ohne viel Japanisch aus. 😉

  2. Auch von mir herzlichen Glückwunsch zum Ende des Bewerbungs-Marathons!
    Das war für Euch Beide ja eine richtig harte Zeit!

    Ich hoffe das es für Euch im nächsten Jahr entspannter zugeht und Ihr Euren Alltag wieder freier gestalten könnt. 🙂

    LG,
    Viola

  3. Pingback: Jahresrückblick 2015: Juli bis Dezember. | 8900 km. Berlin ⇔ 東京

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