Im Japanurlaub ins Internet.

Ich bin ein klein wenig internetabhängig. Den ganzen Tag über hüpfe ich von Tumblr zu Facebook zu Instagram. Ich versuche dem etwas Einhalt zu gebieten, indem ich weniger Leuten folge, dann wird es schneller langweilig. Für mich ist echt ein Punkt gekommen, an dem ich aktiv versuche das Handy nicht in die Hand zu nehmen.

Im Urlaub macht sich ein Smartphone allerdings hervorragend – wenn es denn Internet hat. Tokyo ist eine große Stadt, wenn man sich nicht auskennt und nach etwas in der fünften Seitenstraße sucht kann man sich leicht verlaufen. Wenn man nicht genau weiß mit welcher Bahn man bis wo fahren muss, hilft das Internet auch weiter. Oder, wenn es echt Verständigungsprobleme gibt. Google Translate, to the rescue!

Vielleicht möchte man auch einfach Fotos direkt mit Freunden und Familie teilen, ohne erst nach WiFi suchen zu müssen. Oder man ist in einer Gruppe unterwegs, möchte aber nicht ständig zusammenhocken. Natürlich ging das alles früher auch irgendwie, aber damals wurden auch ohne Betäubung Zähne gezogen. 😉

Was hat man also für Möglichkeiten um auch im Land der aufgehenden Sonne mit dem Internet verbunden zu sein?

SIM-Karten (SIMカード SIM Card)

An den Flughäfen und in den großen Elektronikmärkten gibt es SIM-Karten, die man einfach in sein Handy schiebt und schwupps ist man im Internet. Es gibt sie mit verschiedenen Datenvolumen und Gültikeitszeiträumen, z.B. die „OCN mobile ONE Prepaid SIM for VISITOR“, die für zwei Wochen mit 100MB pro Tag 3,780Yen (28,26€) kostet. Wem das pro Tag zu wenig ist, kann die „Japan Travel SIM powered by IIJmio“ ohne tägliches Limit, sondern mit einem Gesamtvolumen von 2GB für 4,049Yen (30,27€) kaufen.

Pro: Nur ein Gerät. Man muss nur daran denken, das Handy aufzuladen. Am Ende des Urlaubs muss man nichts zurückgeben, die SIM-Karte kann entsorgt werden.

Kontra: Unter seiner deutschen Nummer kann man nicht angerufen werden, und es funktioniert nur, wenn euer Handy keine SIM-Sperre hat. Zu zweit kann man eine SIM-Karte natürlich nicht verwenden.

Mobiles WiFi (モバイルルーター Mobile Router, ポケットWiFi Pocket Wifi)

An den Flughäfen kann man sich auch mobile WiFi-Geräte ausleihen. Die haben meist ein höheres Datenvolumen, und man kann mehrere Geräte mit ihnen verbinden. Wenn man zu zweit reist, lohnt es sich vielleicht eher einen Router zu leihen: Für 7,145Yen (53,56€) bekommt man für zwei Wochen einen Router mit unbegrenztem Datenvolumen und LTE-Geschwindigkeit bis 10GB.

Pro: Man kann noch immer auf seine normale Nummer angerufen werden. Außerdem können bei einigen Geräten bis zu 10 Leute gleichzeitig das WiFi verwenden. Wenn man also am PC oder mit seinem Tablet etwas machen möchte, geht das auch.

Kontra: Das Gerät muss aufgeladen werden, man kann es verlieren und man muss es am Ende der Reise wieder zurückgeben.

Miet-Smartphone (レンタルスマートフォン Rental Smartphone)

Ihr habt zuhause kein Smartphone, fändet es aber für die Reise super praktisch? Man kann sich Smartphones leihen. Emobile bietet für 1,296Yen (9,71€) pro Tag ein Gerät an, dass man sich am Flughafen seiner Wahl abholen kann.

Pro: Wenn man kein Smartphone hat sicher ganz interessant. Über Tethering kann man andere an seinem Internet teilhaben lassen.

Kontra: Mit 18,144Yen (ca. 136€) super teuer. Auch hier muss man vor dem Rückflug das Handy natürlich zurückgeben.

Man kann sicher auch nur freie WiFi-Netze verwenden, aber die sind nicht so zahlreich, wie man es normalerweise erwarten würde. Oder man schaltet halt einfach mal ab, kauft sich eine Stadtkarte und macht ganz Oldschool Urlaub. Ist heutzutage mit diesem ganzen elektronischen Klimmbimm eh viel zu durchgeplant. 😉

4 Gedanken zu „Im Japanurlaub ins Internet.

  1. In Tokyo geht es noch mit Free-WiFi finde ich. Einfach in eine Metro-Station setzen und scannen. Vor zwei Jahren fand ich z.B. in Harajuku „Mülleimer-Hotspots“ (ich glaube OMO?) die mit WiFi ausgerüstet waren. Gibts das noch?
    Bei Starbucks erst nach Registrierung.
    Die meisten Hotels, auch kleinere bzw. Business, haben WiFi und wenn man sich vor die Tür stellt gibt es auch noch oft guten Empfang.
    In der Pampa wirds kritischer und selbst in Nagoya fand ich nur im Hauptbahnhof einen Spot, sonst musste ich in ein Internet-Kissa, was aber viel teuerer als in D war.

  2. Für unseren Japanurlaub hatte ich mir schon in Deutschland eine prepaid-SIm für Japan gekauft. Ist ab erster Verwendung 30 Tage gültig, erlaubt nur Datenverbindungen (100 MB/Tag schnell dann gedrosselt) und kostete mit Versand 47 Euro. Allerdings hat die Internetverbindung gerade auf dem Land oft nicht funktioniert (wir waren öfters in kleineren Städten und Dörfern).

    In den Toyoko-Inns und dem Ryokan in denen wir übernachtet haben gab es durchgehend kostenfreies WLAN. Da es eigentlich ausreicht am Abend Internet zu haben, um ab und an eine Mail zu schicken und etwas für die kommenden Tage zu recherchieren, werde ich mir beim nächsten mal keine SIM-Karte mehr holen und statt des Handys ein kleines Tablet mitnehmen.

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