Das Maskottchen der japanischen Post.

Als wir am Samstag in 丸の内 (Marunouchi) unterwegs waren um nach einem Portmonee für mich zu suchen war viel los: Die 東京味わいフェスタ (Tôkyô Ajiwai Fesuta; Taste of Tokyo) hatte viele Stände, an denen unter anderem Milch aus Tokyo und Gemüse aus Tokyo verkauft wurden. Milch aus Tokyo! Die Kühe stehen natürlich nicht mitten in der Großsstadt vorm Tokyo Tower, sondern in den ländlicheren Regionen im Westen. Außerdem standen am Straßenrand viele Fressbuden auf Rädern, die in ihren Speisen Zutaten aus Tokyo verwendet hatten.

Nebenbei gab es noch einen Stand für das 50-jährige Jubiläum der olympischen Spiele in Tokyo, wo man für das Beantworten einer einfachen Frage Olympia-Kugelschreiber bekommen konnte.

Und dann lief plötzlich ein Teddybär an uns vorbei. Maskottchen trifft man in Tokyo immer mal wieder in der freien Wildbahn an, auch weil es einfach so viele gibt, aber an Teddybären kenne ich eigentlich nur Duffy, und der hat außerhalb von Disney Sea nichts verloren.

Es war ぽすくま (Posukuma, ein zusammengesetztes Wort aus ポスト Posuto; Post und 熊 kuma; Bär), das mir bis dahin noch vollkommen unbekannte Maskottchen der japanischen Post.

Zum ersten Mal erschien er laut Wikipedia 2012 auf Sonderbriefmarken und seit 2013 gibt es auch Merchandise mit ihm – natürlich. Wir bekamen eine Tüte mit allerlei Flyern zu Sonderaktionen der japanischen Post*, einem Booklet übers Versenden internationaler Briefe mit allerlei Floskeln auf Englisch, Koreanisch und Chinesisch und Posukuma Masking Tape in die Hand gedrückt. Kostenloses Masking Tape, ist denn schon Weihnachten?!

* Man kann zum Beispiel einen Brief an den Weihnachtsmann in Finland schreiben, oder einen Liebesbrief über Saint-Valentin in Frankreich umleiten.

20141011_161759Nach einem kleinen Abstecher an die Ginza um mein Portmonee zu kaufen**, liefen wir zum Kaufhaus im Japan Post Tower, KITTE (切手 Kitte heißt Briefmarke), um uns das Posukuma-Event anzuschauen. Während ich mir alles, was man zum Briefeschreiben so braucht, ansah, lief plötzlich eine Parade von sieben Posukumas durchs Erdgeschoss. Eine Posukuma-Kompanie. 😉 Süß sind sie ja schon.

** Es ist mein Geburtstagsgeschenk. Etwas sehr früh, aber das macht meinem Mann nichts aus.

Ich glaube für die Post ist Posukuma ein wirklich gutes Maskottchen. Teddybären sind flauschig und erinnern an „die gute alte Zeit„, in der man noch in Ruhe Briefe schrieb. Mit der ganzen modernen Technik dürfte es eine große Aufgabe für den Teddybären sein, die Menschen davon zu überzeugen, wieder mehr Briefe zu schreiben, aber ich werde jedes Mal beim Briefmarkenkaufen schauen, ob es welche mit Posukuma gibt. Ein kleiner Erfolg? 🙂

4 Gedanken zu „Das Maskottchen der japanischen Post.

  1. Ja, der ist wirklich süß!
    Und zwischen den anderen Bonbon-bunten Figuren fällt ein Teddybär richtig auf! 😉
    Die Sonderbriefmarken mit Heidi, die es vor ein paar Jahren gab fand ich auch sehr schön!

    LG,
    Viola

    • Absolut! Den könnte es so überall auf der Welt geben, was ganz sympathisch ist. 🙂 Es gibt eigentlich immer total süße Briefmarken, auf jeden Fall hübschere als in Deutschland. 😉

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