Meine Stadt von A bis M: Tokyo.

Weil Shaoshi es mit Shanghai gemacht hat, hier ein kleines ABC Tokyos. Eifrige Leser wissen natürlich, dass ich nicht in Tokyo, sondern in der Präfektur Chiba wohne, aber beinahe all meine Freizeit spielt sich in Tokyo ab. 🙂

A wie 秋葉原 (Akihabara)

Wenn Leute bei Japan an Manga, Anime, Videospiele und Elektronik denken, denken sie eigentlich an Akihabara. Weil wir persönlich an Manga und Anime eher uninteressiert sind, verlaufen wir uns selten dorthin, aber vor allem für Touristen ist es glaube ich ziemlich spannend. 🙂 Falls jemand nach Tokyo kommt, gehe ich gern mit ihm ins Maid Café.

B wie Bahnwerbung

Als ich das erste Mal in eine japanische Bahn gestiegen bin, fiel mir sofort die ganze Werbung auf! Nicht nur an allen freien Seitenflächen, auch über den Sitzen und dem Gang, alles voller Werbung. Manchmal ein ganzer Wagen mit der Werbung für nur eine Firma.

IMGP1174C wie Cat Café

Katzencafés sind großartig, es gibt haufenweise in Tokyo. Nach einem anstrengenden Tag gibt es nichts besseres als Katzen zu streicheln – und da man meist keine zuhause halten darf, zahlt man eben Geld dafür. 🙂 Wieder so etwas, wo ich jeden Touristen gern mithinnehme.

D wie Disney Resort

Das Tokyo Disney Resort liegt in Wirklichkeit gar nicht in Tokyo, aber des Namens wegen lasse ich es gelten. 😉 Wir lieben das Tokyo Disney Resort, auch wenn ich dieses Jahr erst zweimal dort war. Weil wir so nah dran wohnen können wir nach der Arbeit hinfahren und vorher noch überprüfen, ob es voll ist. 🙂

E wie Einkaufstüten

Versucht gar nicht erst in einem Laden jenseits des Supermarkts keine Tüte mitzunehmen. Es funktioniert nicht und jeder hält euch für verrückt. In Japan wird alles in Tüten eingepackt, die dann mit Klebeband oben an einem Punkt zugeklebt werden. Wenn man im Disney Land einkauft gibt es für jedes gekaufte Produkt mindestens eine Tüte dazu. Warum? Weil man in Japan Dinge in der Tüte des Ladens, in dem man es gekauft hat, verschenkt. Erspart einem zumindest den Kampf mit dem Geschenkpapier.

F wie Fischmarkt

Der 築地市場 (Tsukiji-ichiba; Tsukiji-Markt) ist wahrscheinlich die einzige große Touristenattraktions Tokyos, bei der ich noch nie war. Ich mag Fisch nicht, und dann müsste man auch noch früh aufstehen um das Spektakel zu erleben. Nicht mit mir!

IMGP3479G wie Gärten

Japanische Gärten sind wunderschön! Für die grünen Oasen im Herzen der Stadt muss man zwar meist etwas Eintritt berappen, aber dafür sind sie wunderschön gepflegt. Mein liebster ist der 小石川後楽県 (Koishikawa Kôrakuen), gleich beim Tokyo Dome. Für Freunde japanische Gärten gibt es eine offizielle Übersichtsseite über die Gärten Tokyos. Einfach mal durchatmen. 🙂

H wie Hostclubs

Hostclubs sind Orte, an denen man gegen Geld mit Männern trinken kann. Nach vielen Jahren, in denen ich in Shinjuku Hosts mit ihren lustigen Haaren herumlaufen sah und mich immer fragte, was in so einem Hostclub abläuft, war ich letztes Jahr zum ersten Mal in einem. Ganz amüsant, aber ich würde nicht noch einmal hingehen.

I wie いらっしゃいませ! (Irasshaimase!)

Jeder der schon einmal in Japan einkaufen war kennt den Schlachtruf der Verkäufer: „Irasshaimase!“ (eine Übersetzung ist „Willkommen“) von allen Seiten in unglaublicher Lautstärke. Anfangs hat mich das total gestört, inzwischen ignoriere ich es.

J wie 人身事故 (Jinshinjiko)

Unfälle mit Personenschaden gibt es im Tokyoter Bahnsystem ständig. Während es verschiedene Dinge bezeichnet, denkt man bei der Ansage eigentlich direkt an Selbstmord. Natürlich eine traurige Sache, aber letztendlich sehr nervig, weil die Bahnen stehenbleiben. Bisher war ich zwar zum Glück noch nie in einer Bahn, vor die sich jemand geschmissen hat.

K wie 可愛い (Kawaii)

„Kawaii“ bedeutet „niedlich“, und niedlich ist hier alles. Briefmarken mit Hello Kitty oder Disney-Charakteren? Kein Problem! Kreditkarten in niedlichen Designs? Auf jeden Fall! Selbst die Polizei hat ein Maskottchen (ピーポくん Pîpo-kun), genau wie die öffentlichen Verkehrsmittel (みんくる Minkuru).

L wie Lebenshaltungskosten

Hier zu leben ist absolut nicht günstig, wir zahlen viel Miete (130,000Yen, ca. 920€ für 55qm), wie zahlen viel Geld für die Bahn, wir zahlen viel Geld für Lebensmittel, wir zahlen viel Geld für alles. Trotzdem bin ich gerne hier, ich kann mir gar nicht mehr vorstellen dauerhaft in Berlin zu wohnen.

M wie Marui One

Die mysteriöse Kaufhaus-Kette mit dem „0101“ heißt Marui One* und beherbergt Läden, die ich gerne mag. 😉 Viele Läden findet man in fast jedem Marui und es gibt immer ein Starbucks – absolut mein Lieblingskaufhaus zum Bummeln und Quatschen.

* 丸 (maru) heißt Kreis und oft werden Nullen auch so gelesen. 1 auf Japanisch ist „ichi“ und kann in solchen Zusammenhängen „i“ gelesen werden. Ojee, darüber sollte ich nochmal einen Eintrag schreiben.

Um das hier zumindest einigermaßen kurz zu halten, gibt es die folgenden Buchstaben in einem weiteren Post. 😀

Fallen euch noch weitere Dinge ein?

13 Gedanken zu „Meine Stadt von A bis M: Tokyo.

  1. Gar nicht so einfach, aber eine schöne Idee um sich die Langeweile in der Ubahn zu vertreiben. Hier ist meine Liste:

    A wie Asakusa

    Ich mag Asakusa mit dem Sensō-ji und den Einkaufspassagen und vielen Izakayas.

    B wie BIC Camera

    Keine Chance an einem BIC Camera Geschäft vorbeizugehen, da muß ich einfach immer wieder rein.

    C wie Calpis

    Mein Lieblings-Softdrink!

    D wie Daiso

    Bei Daiso finde ich IMMER etwas, das ich eigentlich nicht brauche, aber trotzdem unbedingt kaufen muss.

    E wie Eki-ben

    Günstig & gut.

    F wie Fuji

    Den Fuji vom Rathaus aus sehen ist unvergesslich!

    G wie Garigari-kun

    Eis mit Spaghetti-Geschmack und kleinen Tomatenstückchen?!? Gibt es wohl nur in Japan!

    H wie Hikari

    Meine erste Fahrt mit dem Shinkansen war mit dem Hikari von Kyoto nach Tokio.

    I wie Izakaya

    Mit Freunden ein paar Bier und ein paar Snacks, macht immer wieder Spaß.

    J wie J-Pop

    Fand ich anfangs fürchterlich, aber man gewöhnt sich dran.

    K wie Kombini

    Die beste Erfindung überhaupt!

    L wie Linksverkehr

    Ich hoffe mich irgendwann daran zu gewöhnen, erst nach rechts und dann nach links zu schauen.

    M wie Masken

    Bei meiner letzten Erkältung hatte ich ein echt schlechtes Gewissen, weil ich keine Maske getragen habe.

  2. Katzencafés kann ich verstehen, absolut. Wer mag keine Katzen. 🙂 Ob es den Katzen dabei so gut geht, bezweifle ich aber irgendwie.

    • Ich glaube, dass das wirklich auf den Laden ankommt. Der, in den ich normalerweise gehe, wird von einer crazy cat lady geführt, die nebenbei noch Straßenkatzen in Okinawa rettet und Katzen weitervermittelt. Der Laden ist sauber und groß, und die Tiere haben viele Rückzugsmöglichkeiten. 🙂 Wahrscheinlich geht es einer Katze in einem Privathaushalt besser aber – man darf ja meist nicht! 😦

  3. Bei „Q“ würde mir spontan nur die interessante Namensgebung für alles mögliche einfallen. Vom Bahnhof zum Büro komme ich an einem Apartmentblock der gehobenen Klasse vorbei. Der Name „Qual“. Sicherlich ein Muss für den S/M-Profi von heute…

    Und bei „x“: xenophob. Immer noch häufig zu beobachten in Japan.

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