Der Alltag und seine Tücken.

Es gibt in meinem Leben so einige Regeln, die „das Schicksal“* für mich aufgestellt hat.

Ich werde nie Schuhe finden, die keine Sneaker sind und meine Füße nicht wie nach einem Gemetzel aussehen lassen. Da ich aber nicht nur Sneaker tragen möchte, tun mir halt immer mal die Füße weh. Für drei Wochen.

Wenn ich nur kurz was bei der Reinigung abgeben will, werde ich ältere, langsame Damen vor mir haben, die sämtliche Winterkleidung reinigen lassen wollen. In den Fällen habe ich aber meist keine Möglichkeit meine Klamotten mitzunehmen und es später erneut zu versuchen, weil ich keine Tüte dabei habe.

Und jeden Morgen werde ich irgendetwas vergessen. Entweder bleibt der Müll im Mülleimer, oder die Fenster offen,  oder der Ehering auf der Ablage, oder die Monatskarte auf dem Tisch. Scheinbar muss das so. Im Fall der Monatskarte gehe ich zurück (sonst kostet mich das 1,500Yen!), alles andere nehme ich hin.

Wenn ich etwas auf der Ablage über den Sitzen in der Bahn ablege, werde ich es mit Sicherheit vergessen. Das hält mich natürlich nicht davon ab, mir fest vorzunehmen, dass ich es diesmal ganz sicher nicht liegenlassen werde. Um dann wieder zum Bahnhofspersonal zu rennen, weil mein Gepäck ohne mich weitergefahren ist.

Auf der Rückfahrt schlafe ich sowieso generell ein, auch wenn ich mir fest vorgenommen habe ein Buch zu lesen. Natürlich mit der Illusion, dass ich danach total ausgeruht sein werde. Obwohl ich weiß, dass das nicht funktioniert. Dafür erwache ich, bin total zerknüllt und habe auf gar nichts mehr Lust.

Den Inhalt des Kühlschranks kann ich mir nicht merken, weswegen ich kein Hühnchen kaufe (muss ja noch da sein), sondern Caesar Salad-Dressing (ist sicher alle). Woraufhin es zum Abendessen kein Hühnchen gibt, aber zwei Flaschen mit Salat-Dressing im Kühlschrank. Entgegen jeglicher Klischees weiß mein Mann dafür ganz genau, was noch da ist, und kann sich nicht vorstellen, dass ich es mir nicht merken kann.

Ach, mein Leben ist so hart… 😉

* Ich glaube nicht an „das Schicksal“. Aber es klingt besser als „meine eigene Dummheit bringt mich dazu, …“.

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